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Tiroler Integrationspreis 2009
Betriebe zu ehren, die auch Menschen mit einer Behinderung eine Chance auf einen Arbeitsplatz geben – das ist der Sinn des Tiroler Integrationspreises. Vom Bundessozialamt 1992 ins Leben gerufen, wurden kürzlich zum 8. Mal zwei Tiroler Unternehmen in einer Feierstunde in der Villa Blanka damit ausgezeichnet. „ Er ist ein Ehrenpreis für ein erfolgreiches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung in unseren Betrieben. Die Unternehmen erkennen zunehmend, wie viel Leistungsbereitschaft und Loyalität gerade in MitarbeiterInnen mit einer Beeinträchtigung steckt“, freut sich der Leiter des Bundessozialamtes Tirol, Walter Guggenberger.
Heuer wurden nur Betriebe mit weniger als 25 MitarbeiterInnen zur Bewerbung eingeladen. „Nach den gängigen Kriterien sind das Kleinbetriebe, aber sie sind groß, wenn es um den sozialen Zusammenhalt geht“, erklärt er dazu.
Unter einer großen Zahl von Nominierungen wählte eine hochrangige Jury zwei Betriebe aus: Fliesen Leitner, einen erfolgreichen Handwerksbetrieb aus St. Johann, der sich auch seinem sozialen Umfeld stark verpflichtet fühlt. Seit 12 Jahren ist Frau Gerti Ritter dort beschäftigt. Dank der engagierten Unterstützung durch Frau Isabella Leitner hat sie trotz ihrer Behinderung den Lehrabschluss geschafft. „Viele haben uns abgeraten, eine behinderte Mitarbeiterin anzustellen, für uns ist Gerti aber eine Bereicherung, sie ist aus dem Betrieb nicht mehr wegzudenken“, so der Firmenchef Hermann Leitner.
Ebenso beispielhaft der Restaurantbetrieb SOWI-Lounge, in dem drei junge Menschen mit einer Behinderung eine Ausbildung erhalten. „Auch für sie wurde nicht künstlich ein Arbeitsplatz geschaffen. Sie machen alle ganz normal ihre Arbeit. Wichtig ist mir, dass alle Mitarbeiter spüren, dass bei uns der Mensch etwas zählt“, sagt Frau Christine Knoblauch, die Geschäftsführerin dieses Betriebes.