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Fordern und Fördern erhöht das Selbstverantwortungsgefühl bei Jugendlichen
Fordern und Fördern erhöht das Selbstverantwortungsgefühl bei Jugendlichen
Anhand kreativer Tätigkeit Arbeitstugenden trainieren
Elixhausen, am 13. März 2009: Fünf Jugendliche mit besonderem Förderbedarf lernten im Rahmen eines Kunstprojektes Arbeitstugenden wie Pünktlichkeit, Genauigkeit, Verlässlichkeit, Durchhaltevermögen und die Übernahme von Verantwortung für das eigene Tun. Mit dem Künstler Gerhard Oberholzner entwarfen und bauten diese Jugendlichen eine Bank, die an Originalität nichts zu wünschen übrig lässt. Sie steht seit gestern in Elixhausen im Obstgarten des alten Mesnerhaus, Dorfstraße 16 und lädt dort zum Verweilen ein. Der Bürgermeister von Elixhausen, Markus Kurcz hat sie enthüllt und wünscht sich nun, dass sie von der Bevölkerung rege genutzt wird.
Das Kunst- Projekt diente dazu, Leistungsbereitschaft bei den Jugendlichen zu erzeugen und einen Zugang zur Arbeitsrealität zu bekommen. Pünktlich zu kommen, den ganzen Tag an einer Arbeit dranzubleiben und auch zu erleben, dass es ein gutes Gefühl ist, etwas geschaffen zu haben, das waren die Zielvorgaben des Kunst-Projektes und diese wurden auch erreicht. Die Jugendlichen sind zu Recht stolz auf ihr Werk.
Alle teilnehmenden Jugendlichen hatten in der Schule sonderpädagogischen Förderbedarf. „Wir stellen bei den Jugendlichen, die bei der ibis acam BildungsGmbH auf eine Integrative Berufsausbildung vorbereitet werden, immer häufiger fest, dass das Zutrauen fehlt, erste selbstbestimmte Schritte ins Leben zu wagen. In den Schulen wird pädagogisch hervorragende Arbeit geleistet - aber das Vermitteln von Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen…) bedeutet auch, dass man mit den Jugendlichen permanent an ihren Defizite arbeiten muss. Ein gesundes Selbstvertrauen zu entwickeln, wenn man täglich mit seinen Schwächen konfrontiert wird, ist nicht gerade einfach. Jemand der sich wenig zutraut, ist nur ungenügend in der Lage, für sich und sein Leben Verantwortung zu übernehmen. Gemeinsam mit dem Bundessozialamt Salzburg ist es ibis acam gelungen, ideale Rahmenbedingungen speziell für diese Zielgruppe zu schaffen. „Bei uns gelingt es Jugendlichen, Eigenverantwortlichkeit zu trainieren und auszuprobieren - das ist der zentrale Erfolgsfaktor für eine nachhaltige Integration in die Arbeitswelt - eine Erfolgsquote von 80% in den letzten 3 Jahren bestätigt unseren Weg, erklärt Armin Wenger, Leiter von „In die IBA" in Salzburg.
Ziel der Maßnahme ist, die Arbeitsfähigkeit der Jugendlichen zu trainieren, damit sie dann einen Ausbildungsplatz in der freien Wirtschaft finden. Die Maßnahme wird vom Bundessozialamt Landesstelle Salzburg gefördert und
die Finanzierung erfolgt unter Inanspruchnahme von Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Die Jugendlichen erhalten vom AMS während ihrer Teilnahme eine finanzielle Unterstützung.
„Wir erleben, dass die Nachfrage nach einer Berufsvorbereitung, wie ibis acam sie anbietet, im Steigen begriffen ist. Immer mehr Jugendliche benötigen Unterstützung, um in der freien Wirtschaft eine Chance auf einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Wir haben im Jahr 2008 rund 1200 Jugendliche mit berufsvorbereitenden Maßnahmen unterstützt ", ergänzt Mag. Rajmund Kosovic, Leiter des Bundessozialamtes Landesstelle Salzburg.
Weitere Informationen:
Bundessozialamt Landesstelle Salzburg
Fr. Angela Bermoser
Auerspergstraße 67
5020 Salzburg
mail: angela.bermoser@basb.gv.at.