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Der Armutsfalle entgehen
frauenanderskompetent bietet Frauen mit Beeinträchtigungen Orientierung und Qualifizierung
Von links nach rechts: Projektleiterin Andrea Weinberger, Landtagsabgeordnete Gudrun Mosler-Törnström, Sozialminister Rudolf Hundstorfer und Frauen aus dem Projekt.
Salzburg, am 13. März 2012: Frausein und dabei beeinträchtigt bis behindert – das verursacht zahlreiche Probleme für die Betroffenen. Ein dauerhafter Arbeitsplatz im ersten Arbeitsmarkt bleibt diesen Frauen häufig verwehrt. Das waren die Erkenntnisse aus einer Studie im Jahr 2007. Dagegen trat das Bundessozialamt Landesstelle Salzburg 2008 an und beauftragte die anderskompetentgmbh mit der Gründung von frauenanderskompetent. Sozialminister Rudolf Hundstorfer würdigte das Projekt vor kurzem anlässlich einer Lesung im angeschlossenen Geschenkeshop mit einem Besuch und versicherte, dass keine „Einsparmaßnahmen“ zu befürchten sind.
Frauen qualifizieren:
Diese erfreuliche Nachricht sichert den Fortbestand des Projektes. Seit 2008 wurden bereits 113 Frauen im Projekt auf den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet. In einer ersten Berufsorientierungsphase von vier Monaten werden die beruflichen und persönlichen Fähigkeiten der Frauen ausgelotet und in der anschließenden Qualifizierungsphase weiterentwickelt. Die Frauen arbeiten Aufträge aus der Industrie ebenso ab wie sie kreative Objekte für den angeschlossenen Geschenke-Shop anfertigen. Durch die Erfahrung, mit den eigenen Händen etwas zu kreieren und den Prozess von der Anfertigung bis zum Verkauf mitzugestalten, entwickeln die Frauen mehr Selbstwertgefühl und schaffen so den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt besser. Als besonders positiv erleben die Frauen, dass sie sich einmal mit sich selbst auseinandersetzen dürfen und ungeahnte Fähigkeiten entdecken. Auch, dass sie „unter sich sind“ empfinden die Frauen als vorteilhalft, in diesem „geschützten“ Rahmen fällt es leichter, über Probleme zu sprechen. Ihre Beeinträchtigungen reichen von Erbkrankheiten über psychische Probleme bis zur chronischen Krankheit und körperlichen Behinderung. Was das Bildungsniveau anbelangt, gibt es eine große Bandbreite: die ehemalige Kindergärtnerin ist ebenso vertreten wie die Köchin oder Hilfsarbeiterin, die Frauen sind zwischen 20 und 55 Jahre alt. Das Projekt steht grundsätzlich allen betroffenen Frauen offen, die Zuweisung erfolgt über das ams. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Ausgleichtaxfonds des Bundessozialamtes.
Betroffene Frauen können sich informieren bei:
frauenanderskompetent
Andrea Weinberger (Projektleiterin)
Robinigstraße 13, 5020 Salzburg
Tel: 0662-873489
andrea.weinberger@frauenanderskompetent.at
Weitere Informationen:
Bundessozialamt Landesstelle Salzburg
Mag. Rajmund Kosovic
Auerspergstraße 67a
5020 Salzburg
Tel: 059988
rajmund.kosovic@basb.gv.at